Wärmepumpen-Rechner

Heizlast · Leistung · Betriebskosten

Welche Wärmepumpe braucht Ihr Haus?

Eine nachvollziehbare Abschätzung der Gebäudeheizlast in Anlehnung an DIN EN 12831-1 – wahlweise über Gebäudedaten oder über Ihren bisherigen Öl- oder Gasverbrauch. Alle Annahmen und Formeln sind offengelegt. Ihre Eingaben verlassen diesen Browser nicht.

01Berechnungsmethode

Liegen verlässliche Verbrauchswerte mehrerer Jahre vor, ist die Verbrauchsmethode im Bestand oft aussagekräftiger.

02Standort und Raumtemperatur

Werte nach DIN/TS 12831-1:2020-04 (kältester PLZ-Wert der Stadt). Den genauen Wert für Ihre Postleitzahl zeigt die Klimakarte des Bundesverbands Wärmepumpe. In Österreich (ÖNORM H 7500-1) und der Schweiz (SIA 384/2) tragen Sie bitte den Wert Ihres Fachbetriebs ein.

03Gebäude

Nachträgliche Sanierungen

Nur für Gebäude bis Baujahr 2001 berücksichtigt. Die Abschläge sind Annahmen dieses Rechners (siehe Rechenweg).

04Wärmepumpe und Heizsystem

Viele Wärmepumpentarife erlauben dem Netzbetreiber, die Anlage zeitweise abzuschalten. Die Leistung wird dann entsprechend erhöht.

05Energiepreise

Voreinstellungen sind gerundete Beispielwerte, keine Marktdaten. Bitte tragen Sie die Arbeitspreise Ihrer eigenen Verträge ein. Grundgebühren sind nicht berücksichtigt.

Wichtiger Hinweis. Dieser Rechner liefert eine überschlägige Abschätzung auf Basis von Kennwerten und Ihren Angaben. Er ersetzt nicht die raumweise Heizlastberechnung nach DIN EN 12831-1 (in Deutschland mit DIN/TS 12831-1), die ein Fachbetrieb oder eine Energieberaterin bzw. ein Energieberater vor Auswahl und Einbau einer Wärmepumpe erstellen sollte. Für die Förderung ist zudem ein hydraulischer Abgleich erforderlich. Alle Angaben ohne Gewähr.

Transparenz

Rechenweg und Annahmen

Die grün gesetzten Zeilen zeigen die Rechnung mit Ihren aktuellen Eingaben.

1. Heizlast über Gebäudedaten

Φ_Raum = A × q_spez × f_Sanierung × f_Typ × (θi − θe) / 32 K Φ_WW = Personen × 0,25 kW Φ_WP = (Φ_Raum + Φ_WW) × 24 h / (24 h − Sperrzeit)

qspez ist der Überschlagswert der spezifischen Heizlast für die Baualtersklasse bei θe = −12 °C und θi = 20 °C (also 32 K Temperaturdifferenz). Die Heizlast verhält sich proportional zur Temperaturdifferenz; daher die Korrektur (θi − θe) / 32 K.

Baualtersklasseqspez W/m²SpanneHerkunft

2. Heizlast über den Verbrauch

Q_Nutz = Verbrauch × Heizwert × η Q_Heiz = Q_Nutz − Q_WW (falls Warmwasser enthalten) Φ_Raum = Q_Heiz / Vollbenutzungsstunden Spanne: Vollbenutzungsstunden 2.400 … 1.800 h/a

3. Warmwasser

Q_WW = 50 l/d × 4,186 kJ/(kg·K) × 35 K / 3.600 × 365 d ≈ 743 kWh je Person und Jahr

4. Jahresarbeitszahl

JAZ = JAZ_Feld × (1 − 0,025 × (θ_VL − 45 °C)), begrenzt auf die gemessene Bandbreite JAZ_Feld: Luft/Wasser 3,4 (2,6 … 4,9) · Erdreich 4,3 (3,6 … 5,4)

5. Energie und Kosten

Q_Jahr = Φ_Raum × Vollbenutzungsstunden + Q_WW Strom_WP = Q_Jahr / JAZ Kosten_alt = Q_Jahr / η_Kessel × Preis (Heizöl: 10 kWh/l)

Übersicht der Annahmen

GrößeWertStatus
Spezifische Heizlast je Baualtersklassesiehe TabelleQuelle [1]
Passivhaus-Heizlast≤ 10 W/m²Quelle [3]
Norm-AußentemperaturenDIN/TS 12831-1Quelle [2]
Abschlag Dach / Fassade / Fenster / Kellerdecke10 / 20 / 10 / 5 %, Untergrenze 40 W/m²Annahme
Gebäudetyp freistehend / DHH / Reihenmittelhaus1,00 / 0,93 / 0,87Annahme, angelehnt an [4]
Warmwasser-Leistungszuschlag0,25 kW je PersonFaustwert
Warmwasserbedarf50 l/d bei 45 °CAnnahme
Vollbenutzungsstunden EFH2.100 h/aQuelle [5]
JAZ-Feldwerte3,4 / 4,3Quelle [6]
JAZ-Korrektur je Kelvin Vorlauf2,5 %Annahme
Heizwert Heizöl EL10 kWh/lRundwert
Energiepreisefrei editierbarBeispielwerte

Stand: Oktober 2026

Förderung: KfW-Zuschuss 458

In Deutschland fördert die KfW den Einbau einer Wärmepumpe im selbstgenutzten oder vermieteten Bestandsgebäude mit dem Zuschuss „Heizungsförderung für Privatpersonen – Wohngebäude (458)“. Für Anträge ab dem 21. Juli 2026 gelten neue Konditionen [7][8]:

Grundförderung30 %
Klimageschwindigkeitsbonus (Austausch einer funktionstüchtigen Öl-, Kohle-, Gasetagen- oder Nachtspeicherheizung bzw. einer mindestens 20 Jahre alten Gas- oder Biomasseheizung; nur selbstgenutzt)16 %
Einkommensbonus (zu versteuerndes Haushaltseinkommen bis 30.000 / 40.000 / 50.000 €; mit Kind +10.000 €)40 / 30 / 10 %
Höchstfördersatz70 % (80 %*)
Förderfähige Kosten, erste Wohneinheit28.000 €

* 80 % bei einem zu versteuernden Haushaltsjahreseinkommen bis 30.000 € (mit Kind bis 40.000 €). Der Klimageschwindigkeitsbonus sinkt ab 1. Februar 2027 halbjährlich um 4 Prozentpunkte und entfällt für Anträge ab 1. August 2028; der Förderhöchstbetrag sinkt im selben Rhythmus um je 750 €. Für das 1. Quartal 2027 ist ein „Wertschöpfungsbonus“ angekündigt, der die Grundförderung für Wärmepumpen aus Nicht-EU-Produktion senken könnte [7]. Der Antrag muss vor Beginn der Arbeiten gestellt werden. Maßgeblich sind allein die aktuellen Unterlagen der KfW.

Zuschuss überschlagen

Berücksichtigte Kosten
Fördersatz
Voraussichtlicher Zuschuss

Für Österreich („Raus aus Öl und Gas“) und die Schweiz (kantonale Programme, „Das Gebäudeprogramm“) gelten eigene Förderungen; diese sind hier nicht abgebildet.

Belege

Quellen

  1. BDH/VdZ-Überschlagswerte der spezifischen Heizlast für Einfamilienhäuser je Baualtersklasse (Referenz −12 °C), zitiert nach rechner-portal.de, „Heizlastrechner“: rechner-portal.de. Vergleichbare Spannen bei Recknagel/Sprenger/Schramek.
  2. Norm-Außentemperaturen nach DIN/TS 12831-1:2020-04, je PLZ; Datenbasis Klimakarte des Bundesverbands Wärmepumpe (BWP): waermepumpe.de/werkzeuge/klimakarte; Städtetabelle: heiznorm.de/normaussentemperatur.
  3. Passivhaus Institut, Kriterium Heizlast ≤ 10 W/m² (alternativ Heizwärmebedarf ≤ 15 kWh/(m²·a)): passiv.de.
  4. Heizlastkennwerte nach Burger & Rogatty (Endhaus/Mittelhaus), wiedergegeben in Tabelle 3-2 einer Arbeit der FH Burgenland: fhburgenland.contentdm.oclc.org.
  5. Vollbenutzungsstunden nach VDI 2067 Blatt 2 (EFH 2.100 h/a), ebenda.
  6. Fraunhofer ISE, Abschlussbericht „WP-QS im Bestand“ (2025): ise.fraunhofer.de.
  7. KfW, Heizungsförderung für Privatpersonen – Wohngebäude (458), abgerufen am 24.10.2026: kfw.de; Merkblatt 600 000 5131.
  8. BBSR, GModG-Infoportal: „Neue Förderkonditionen für energieeffiziente Heizungen und Sanierungen“: gmodg.bund.de.
  9. BWP-Heizlastrechner (vereinfachtes Verfahren nach DIN EN 12831-1, Hüllflächenverfahren) für eine genauere Abschätzung: waermepumpe.de/werkzeuge/heizlastrechner.
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